Was ist CBD?

CBD ist eines der vielen Cannabinoiden, die man in aus einer Hanf- oder Cannabispflanze extrahieren kann. Das CBD, das für CBD Öl verwendet wird stammt aus Industriehanf und nicht aus psychoaktiven Cannabissorten; während die beiden Pflanzen verwandt sind, enthält Industriehanf nicht annähernd so viel THC (Ein anderes Cannabinoid).

Um das CBD Öl der Cannabispflanze zu extrahieren, isolieren Produzenten das CBD vom Großteil des THCs um sicherzugehen, dass das Öl keine psychoaktive Wirkung hat.

 

Wie wirkt CBD?

Wahrscheinlich hast du schon mehrmals von den gesundheitlichen Vorteilen von CBD oder Cannabis allgemein in den Medien gehört. Die angeblichen medizinischen Zwecke sind unglaublich divers. Von Autoimmunkrankheiten und neurologischen Krankheiten wie Alzheimer bis hin zu Krebs. Wenn man nach den Medien geht, sind CBD und Cannabis wahre Allheilmittel. Wenn all diese Behauptungen korrekt sind, wie schafft CBD das? Die Antwort auf diese Frage ist ein riesiges und komplexes System, das noch teilweise unerforscht ist:

 

Das ECS (Endocannabinoid-System)

Dieses System in unserem Körper wurde von Forschern erst in den 90ern entdeckt. Heute weiß man, dass dieses System viele unserer körperlichen Funktionen reguliert, wie zum Beispiel: Appetit, Schlaf, Laune und Gedächtnis.

Die Wissenschaftler isolierten damals Phytochemikalien aus Cannabispflanzen – sogenannte Phytocannabinoide („Phyto“ steht für „Pflanze“). Sie wollten die Wirkung dieser Chemikalien untersuchen und sind dabei auf ein Netzwerk von Enzymen und Rezeptoren gestoßen, dass die Herstellung und Verwendung körpereigener Cannabinoide ermöglicht. Diese Cannabinoide stammen aus dem eigenen Körper (Endo) und werden Endocannabinoide genannt.

Außerdem fand man heraus, dass diese Neurochemikalien nicht nur in Menschen und Säugetieren existieren, sondern in fast allen Tieren, wie Vögel, Fische, Amphibien und Meerestiere. Wissenschaftler vermuten, dass das Endocannabinoid-System bereits 600 Millionen Jahre alt ist.
 

Die wichtigsten Bestandteile des ECS sind

  •  Cannabinoid-Rezeptoren (CB 1 und CB 2)
  •  pCBs (Phytocannabinoide)
  •  eCBs (Endocannabinoide)
  •  Die Enzyme, die Endocannabinoide herstellen und wieder zersetzen

 

Cannabinoid-Rezeptoren

CB-Rezeptoren sind überall in deinem Körper verteilt. Sie regulieren viele verschiedene Zellreaktionen und Zelltypen. Jeder Zelltyp hat einen unterschiedlichen Rezeptor. Jeder dieser Rezeptoren reagiert auf bestimmte Endocannabinoide. Die wichtigsten Rezeptoren des ECS heißen CB1 und CB2.

 

CB1-Rezeptoren

Diese Rezeptoren sind vor allem für deine Gehirngesundheit wichtig und sind im ganzen Nervensystem verteilt. Abhängig von der Region in deinem Gehirn können sie Stimmung, Schmerzempfinden, Motorik und Gedächtnis beeinflussen. Diese Rezeptoren verursachen auch die bekannten psychoaktiven Effekte, wenn sie THC empfangen.

 

CB2-Rezeptoren

Die CB-2 Rezeptoren hingegen sind am häufigsten in Zellen anzutreffen, die unser Immunsystem steuern. Diese helfen Krankheitserreger zu bekämpfen und Entzündungen zu hemmen. Studien haben belegt, dass Cannabis bei Krankheiten, die mit den Immunsystem zu tun haben (z.B. Autoimmunkrankheiten, Allergien, Arthritis oder Asthma), helfen kann. Diese Wirkung ist den CB2 Rezeptoren zu verdanken.

 

Wie beeinflusst CBD das Endocannabinoid System

Die meisten Endo- und Phytocannabinoide können sich an beide Rezeptoren (CB1 und CB2) binden. Das Phytocannabinoid CBD funktioniert jedoch etwas anders. Es stimuliert diese Rezeptoren nicht direkt, sondern es modifiziert den Weg, auf dem die Rezeptoren Cannabinoide empfangen. Außerdem beeinflusst CBD auch deine natürlichen Endocannabinoid-Werte indem mit bestimmten Enzymen interagiert.

 

Wird man von CBD “stoned”?

Nein. Das bekannte psychoaktive Cannabinoid heißt THC. CBD hat keine psychoaktiven Eigenschaften. Manche sogenannten Vollspektrum CBD-Öle enthalten zwar THC, dieses ist aber nicht genug (<0.3%) für eine psychoaktiven Test. Nichtsdestotrotz, kann ein Vollspektrum-Öl das Ergebnis eines Drogentests beeinflussen.
Ist CBD sicher bzw. macht es abhängig?

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) nahm zu diesem Thema folgende Stellung:
„Beim Menschen zeigt die CBD keine Auswirkungen, die auf ein Missbrauchs- oder Abhängigkeitspotential hinweisen…. Bis heute gibt es keine Hinweise auf Probleme der öffentlichen Gesundheit, die mit der Anwendung von reinem CBD verbunden sind“.

Kann CBD zu Nebenwirkungen führen?

Eine Metastudie aus dem Jahr 2017 kam zur Schlussfolgerung, dass CBD-Öl folgende Nebeneffekte verursachen kann:

  •  Durchfall
  •  Müdigkeit
  •  Verändertes Hungergefühl
  •  Änderungen des Gewichts

Man muss jedoch darauf hinweisen, dass die meisten zitierten Studien sehr hohe Dosen von CBD-Öl für ihre Experimente verwendet haben.

 

Hilft CBD wirklich gegen so viele Krankheiten?

Hinweis: Auf unserer Website werden wir nie behaupten, dass CBD bei bestimmten Krankheiten hilft. Wir verweisen dich nur auf Studien, deren Ergebnisse darauf hindeuten, dass CBD bei einer bestimmten Erkrankung heilende Wirkungen bieten könnte. Lies dir diese Studien genau durch und bilde dir deine eigene Meinung zu diesem interessanten Thema.

Fast täglich gibt es neue Erkenntnisse rund um CBD. Die folgenden Studien sind nur ein Bruchteil zu dem Thema.

 

CBD und Krebs

Viele Studienergebnisse deuten darauf hin, dass Cannabinoide (darunter CBD) neuropathische Schmerzen, Übelkeit und Appetitlosigkeit aufgrund von Krebs und Krebsbehandlung lindern können. CBD gilt auch als vertrauenswürdige Quelle mit entzündungshemmenden und angstlösenden Eigenschaften. Neben diesen potenziellen palliativen (d.h. Linderung von Symptomen) Vorteilen gibt es auch Tierstudien, die darauf hindeuten, dass CBD eventuell bei der kurativen Behandlung helfen kann.

Hier einige vielversprechende Studien der letzten Jahre:

  • Eine Auswertung von 35 In-vitro- und In-vivo-Studien ergab, dass Cannabinoide vielversprechende Wirkungen für die Behandlung von Gliomen (Gehirntumore) aufweisen.
  • Eine in vivo Studie von 2014 legt nahe, dass CBD die Ausbreitung von Darmkrebszellen hemmen könnte.\Eine 2019 veröffentlichte Metastudie von In-vitro- und In-vivo-Studien bzgl. Bauchspeicheldrüsenkrebs kamen zum Entschluss, dass Cannabinoide helfen können, das Tumorwachstum zu verlangsamen, die Tumorinvasion zu verringern und den Tod von Tumorzellen zu induzieren.
  •  Eine weitere Studie fand heraus, dass CBD als Behandlung von metastasierendem Brustkrebs wirksam sein könnte.

 

CBD als Schmerzmittel

Wie bereits erwähnt beeinflussen die CB1-Rezeptoren dein Schmerzempfinden. Studien haben gezeigt, dass CBD dabei helfen kann, chronische Schmerzen effektiv zu lindern, indem es die Aktivität der Endocannabinoidrezeptoren beeinflusst, Entzündungen reduziert und mit bestimmten Neurotransmittern interagiert.

Eine Tierstudie fand heraus, dass eine CBD-Injektion das Schmerzempfinden infolge eines chirurgischen Schnitts reduzierte. Eine zweite Tierstudie deutet darauf hin, dass CBD die Entzündungen und Schmerzen des Ischiasnervs reduzieren kann.

Eine Studie an 58 Menschen mit Rheumatoider Arthritis demonstrierte, dass ein oraler THC+CBD Spray Schmerzen lindern und die Schlafqualität verbessern konnte.

 

CBD, Angst und Depression

CBD-Öl wurde als Behandlung von Schlaflosigkeit und Angstzuständen bei Kindern mit posttraumatischer Stresserkrankung eingesetzt.

Mehrere Tierstudien deuten darauf hin, dass CBD antidepressiv wirken kann.

 

CBD und Akne

Eine Reagenzglasstudie fand heraus, dass CBD-Öl entzündungshemmend wirkt und Talgdrüsenzellen daran hindert, übermäßigen Talg abzusondern.
Eine andere Studie untermauerte die entzündungshemmende Wirkung von CBD mit ähnlichen Ergebnissen.
 

 

CBD und Nervenerkrankungen

In einer Studie verabreichte man 214 Personen mit schwerer Epilepsie 2-5 Gramm CBD-Öl pro Kilogramm Körpergewicht. Ihre Anfälle verringerten sich um durchschnittlich 36,5%.
Eine weitere Studie zeigte, dass CBD-Öl die Anfallsfrequenz bei Kindern mit einer komplexen Epilepsie-Erkrankung stark reduzierte.
Einige Studien demonstrierten außerdem, dass eine CBD-Behandlung die Lebens- und Schlafqualität für Menschen mit Parkinson verbessern kann.

 

 

Quellen:

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https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24142199
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